"Heavy Duty" Deo ohne Natron by Slow Beauty!

Ich darf testrühren bzw. rührtesten :) Martina Gräf von Slow Beauty hat vor wenigen Wochen über Instagramm Test-Rührer für ihr "Heavy-Duty"-Deo gesucht, und da mich das Thema "Natronfrei" interessiert, habe ich gerne mitgemacht! 

 

Zunächst mal zum Deo-Namen: ich liebe "Heavy-Duty"! Der Name trifft´s einfach! und bei dem aktuellen Jahrtausend-Sommer muss man definitv "schwere Geschütze" auffahren! die Temperaturen sind quasi test-superideal :) 



 

Das DIY-Kit wurde fix per Post geliefert und beim Auspacken habe ich mich direkt auf das Rezept gestürzt - aber zunächst zum Inhalt des Kits:

 

  • Rohstoffangaben/Packliste 
  • Rezept und Herstellungsanleitung
  • Kurzportrait der Inhaltsstoffe
  • FAQ-Bogen & Erklärungen
  • 2 Deo-Roll-on aus Glas
  • 12 Inhaltsstoffe für 100g Deo

 

Das DIY-Kit macht einen professionellen und gut organisierten Eindruck. Die Rohstoffe wurden nach Rezeptmenge abgewogen und in kleine Glasbehälter abgefüllt. Dies spart enorm viel Zeit beim Rühren. Die einzelnen Fläschchen sind in Rezept-Reihenfolge durchnummeriert. Das Rezept besteht aus 2 Phasen und ist wirklich schnell gemacht auch wenn es sich zunächst nicht so liest :)

 

 

"Heavy-Duty"-DIY-Kit von Slow Beauty
"Heavy-Duty"-DIY-Kit von Slow Beauty

 

Tipp: die Fläschchen vor Beginn nach Phase A und Phase B aufteilen damit man während des Rührvorgangs nicht in Hektik verfällt. 

 


Phase A und Phase B werden gleichzeitig im Wasserbad erhitzt
Phase A und Phase B werden gleichzeitig im Wasserbad erhitzt
Phase A zu Phase B geben und 2 Min. hochtourig verrühren
Phase A zu Phase B geben und 2 Min. hochtourig verrühren

Fazit

"Heavy Duty" wirkt! 

  • Da ich den Hauptwirkstoff Triethylcitrat (Zitronensäureester) kenne, war mir dies allerdings bereits im Vorfeld klar. Die Zusammensetzung der ätherischen Öle ist fein abgestimmt, krautig-frisch und hinterläßt nach dem Auftragen ein softes Hautgefühl.
  • Mir hat das DIY-Kit inkl. Handout sehr gut gefallen!
  • Die Rohstoffliste enthält das MHD der jeweiligen Rohstoffe sowie die Chargen-Nr.
  • Die Kurzportraits der Rohstoffe finde ich sowohl interessant als auch wichtig und die Rühranleitung ist verständlich beschrieben.
  • Man muss den pH-Wert nicht nachträglich einstellen
  • Dass die Inhaltsstoffe fix-fertig abgewogen sind, ist sehr komfortabel. Da ich nun keine Rühr-Anfängerin bin, war das Rühren nach Zahlen für mich sogar etwas ungewohnt, aber ich denke, dass es für Rühr-Anfänger*innen ideal ist! 

Anregungen

  • Ich könnte mir für Anfänger*innen ein Begleit-Video gut vorstellen! evtl. wissen einige Rührerinnen nicht genau, wie man zeitgleich 2 Phasen vorbereitet. Martina Gräf hat auf YouTube bereits ihr Rosmarin-Shampoo "verfilmt".
  • Zum Thema "hochtourig" könnte man evtl. noch das ein oder andere Gerät aufführen - ich bin mir z.B. nicht sicher, ob man das Deo auch mit einem normalen Pürierstab oder einem "Turbo-Milchaufschäumer" rühren könnte. Mir sind aktuell nur die Kai-Blendia und ESGE-Rührer bekannt, einem Anfänger wird das vermutlich nicht viel sagen und soweit ich weiß, gibt es die Kai-Blendia nicht mehr zu kaufen bzw. werden diese nicht mehr hergestellt.

 

 



Wieso ohne Natron?

Ich habe Natron-Deos 4 Jahre lang gut vertragen und war von der Wirkung und einfacher Zusammensetzung begeistert. Im 5. Jahr fing es dann an... meine Achselhaut  wies Reiz-Rötungen auf, schuppte und juckte. Nachdem ich dem Ganzen noch 3-4 Wochen Beobachtungs-Spiel gab, habe ich es abgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt sah die Haut aus wie sehr trockene "Schildkrötenhaut". Nach 4 deo-freien Wochen ohne jegliche Zusatzbehandlung hat sich die Haut erholt. Zeitgleich habe ich begonnen ein Deo nach Heike Käser (Olionatura) zu rühren, und zu verwenden, das den Hauptwirkstoff Triethylcitrat (Zitronensäureester) enthält. Dieser Wirkstoff ist im "Heavy Duty" ebenfalls enthalten, so dass ich Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht in Frage gestellt habe.

 

Basische Hautprodukte kommen für mich nur noch in Form von Rinse-off (Seife) in Frage. Basische Leave-on Produkte sind meiner Meinung nach hautphysiologisch ungünstig.

pH-Test

links: Schweiß - mitte: Natrondeo - rechts: Schweiß und Natrondeo
links: Schweiß - mitte: Natrondeo - rechts: Schweiß und Natrondeo


pH-Wert

"Der Haut-pH-Wert spielt eine wichtige Rolle bei Hauterkrankungen. Der Säureschutzmantel ist der Schlüssel zur Hautschutzbarriere. Er neutralisiert alkalische Produkte (so wie scharfe Reinigungsmittel), verhindert das Wachstum von Bakterien und reguliert die optimale Säureumgebung, in der die natürliche Flora der Haut gedeihen kann. 

 

Wenn der pH-Wert der Haut in den alkalischen Bereich steigt, stört dies das natürliche Gleichgewicht. Wichtige Haut-Lipide können nicht mehr aufgebaut werden, die Haut verliert Wasser und trocknet aus. In diesem Zustand ist die äußere Schicht der Haut, die Epidermis, nicht mehr in der Lage, ausreichend Schutz zu bieten. 

 

Ist die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigt, kann sie als Folge dessen austrocknen und besonders empfindlich werden. Die Anfälligkeit für Infektionen und Krankheitsschübe, zum Beispiel bei Neurodermitis oder Rosazea, steigt."

 

Zitat-Quelle: https://www.eucerin.de/Beratung/die-haut-grundlagen/ph-wert-der-haut

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Martina Gräf (Samstag, 04 August 2018 17:35)

    Liebe Ani,

    vielen Dank für den super tollen Bericht! Ich freue mich sehr, dass Dir das Rezept zusagt.

    Zu Deinen Anregungen:
    Hochtourig ist nun wirklich etwas vage. Eine Probeführerin hat es tatsächlich mit dem Milchaufschäumer probiert und es hat geklappt. Aber ich finde, man sollte immer mindestens mit dem Stabrührer ran.

    Ach ja die Videos.... Die schiebe ich gern mal vor mir her. Ich bin ja ein kleiner Technikmuffel und kann mich auch nicht wirklich vor der Kamera sehen. Aber eigentlich reichen ja die Hände, oder ;-)

    Lieben Gruß aus Speyer
    Martina